Urlaubs-Tagebuch 2009, Teil 2

Verfasst am 24.08.2009 von

So, jetzt ist der zweite Teil meines Urlaubs-Tagebuchs online.  Ein Dreiländer-Trip Deutschland – Österreich – Schweiz mal anders als sonst.

Viel Spaß beim Lesen…

 

 

Donnerstag, 16. Juli 2009

Noch ein Tag in Egg. Bei sensationellem Wetter. Wir machen eine kleine Tour nach Schwarzenberg (Dort gibt einen tollen kleinen Käsladen!) und Bezau. Dort bauen die beiden Hoteliers von der Post und der Gams um die Wette. Gesponsert von den Banken und unterstützt von der EU. Manchmal bedrückt mich diese Unwirklichkeit, wenn ich sehe wie aus traditionellen Wirtshäusern designtechnisch schöne, aber hasenstallähnliche Komplexe werden. Und andere traditionelle Häuser direkt neben der Kirche (wie z.B. in Egg) dichtmachen.  Ich gehe mit Maxine in der Nachmittagshitze mit Babyjogger laufen. Zwei Radfahrer (wahrscheinlich Weicheier!) schütteln darüber den Kopf. Sind doch beide selbst unterwegs, und mein Baby lag im Schatten und hatte Fahrtwind…

Am Nachmittag Diskussion mit Einheimischen im Schwimmbad. Die trinken das Egger Bier von der Brauerei nebenan nur aus der Flasche. Ich verstehe das nicht. Alsoprobiere ich es auch. Stimmt also doch, der alte Brauerspruch: „Mit Liebe gebraut, am Hahn versaut!“ Langsam werde ich wieder zum Flaschenkind…

Am Abend übermütiges Kickboardfahren mit schwerem Sturz. Seitdem ist mein linker Fuß verletzt. Überall übelste Schürfwunden. Vor allem am überaus sensiblen großen Zeh.  Sch…

Erkenntnis des Tages: Wenn es dem Esel zu gut geht (oder er drei Bier in der Hitze zuviel getrunken hat), dann geht er aufs Glatteis.

Freitag, 17. Juli 2009

Der Regentag in den Alpen schlechthin. Am Morgen noch Frühstück auf der Schwimmbad-Terasse. Um 8.30 Uhr (!) wird das Lokal von den ersten einheimischen Biertrinkern eingeräuchert. Andere Gäste frühstücken am Tisch daneben noch. Unfassbar! Es ist noch angenehm warm. Trotz Regen. Die Weiterfahrt über Bregenz fällt den Kindern wegen des Wetters zum Glück leicht.

Gegen Mittag in St. Gallen. Rundgang durch die Altstadt und das Kloster. Treffen mit Wirte- und Brauerkollege Walter Tobler. Der empfiehlt eine Übernachtung im Bodenseestädtchen Arbon. Es regnet ab Nachmittag die ganze Nacht durch. Chaos in den Alpen. Ab 1.200 Meter Schnee. Und Überschwemmungen überall.

Netter „gastrosophischer“ Freitagabend mit Walter. Er ist einfach klasse, der Tobler. Hat Spaß gemacht.

EdT: Hirnschmalz ist auch Wareneinsatz!

Samstag, 18. Juli 2009

Es regnet immer noch. Weiterfahrt nach Zürich. Eigentlich ganz praktisch. Immer wenn es regnet, fahren wir. Noch nichts reserviert. Einfach drauflos. Erst bei Novotel geschaut, dann bei Ibis nebenan was gefunden. Zwei schöne Zimmer mit Durchgangstür für 3 Übernachtungen kosten mit Frühstück 680 Euro. Für Zürich ein Schnäppchen – zumal unser Hotel mitten im neuen Szeneviertel liegt. Bei uns daheim würde das knapp 400.- kosten oder so (muß ich Sylvi mal fragen…)

Schnell merke ich, das Zürich tatsächlich das 9-teuerste Pflaster der Welt ist. Die Franken werden dir hier schneller aus der Hose gerissen als das du sie wechseln kannst. Hiltl – das älteste vegetarische Restaurant der Welt – wird sofort angesteuert. Tolles Konzept, super Essen. Und Wasser aus der Leitung zum Selbstzapfen gratis.  Und nicht (wie so vieles in Zürich) ziemlich überteuert. Schifffahrt am Nachmittag über dem Zürichsee – leider ohne Kommentare. Praktisch: In unserer Zürich-Card ist das alles drin. Abendessen im Steinfels – eines der angesagtesten Trend-Lokale im Industriequartier, dem neuen Viertel. Gutes Bier in der Schweiz zu finden ist so schwer, wie eine Lizenz für einen Beate-Uhse-Shop in Vatikanstadt zu bekommen. Aber in St. Gallen/Arbon und jetzt haben wir Glück. Da muss man aber auch schon eine Gasthausbrauerei auftun…

EdT: Gib niemals auf, etwas wirklich Gutes zu finden!

Sonntag, 19. Juli

Sonntag ist Zootag. Der Züricher Zoo ist einer der Besten weltweit. Und die Regenwaldhalle, die einen solchen in Madagaskar nachstellen soll, eine absolute Sensation.

Doch danach sind wir genervt. Einfach zu viel Szene in Zürich. Nur SchickieMickie-Leute. Alle aufgebretzelt, als müssten sie zum Casting. Teuer und Nepp am Limmatufer. Die Bedienungen sind schon so sexy, das sie nicht mehr bedienen können. Aber auch viele Gäste scheinen hier oversexed – but underfucked! Und hier wirst du richtig abgezockt. Ich lasse mich gerne auch mal ausnehmen, will mich dabei wenigstens wohlfühlen.

EdT: Es gibt Leute, die kaufen sich Dinge, die sie nicht wirklich bezahlen können, von Geld das sie eigentlich nicht haben, nur um Leuten zu imponieren, die sie nun wirklich nicht leiden können. 

Fortsetzung folgt!

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