TT Roadstar on fire

Verfasst am 20.08.2025 von

Es hat gepasst zwischen uns. Wir waren Freunde. Und hatten eine emotionale Verbindung. Und ja, ich schreibe von einem Auto. Mein Auto. Zu dem ich zufällig gekommen bin. Doch nach 9 Jahren weiss ich, dass es kein Zufall war. Und es auch keine Zufälle gibt. Denn der Zufall begünstigt nur den vorbereiteten Geist. Der muss von Louis Pasteur sein. Der durch Zufall das nach ihm benannte Verfahren entdeckt oder erfunden hat. Ich bin der 3. Besitzer dieser roten Knutschkugel. Der Erstbesitzer hiess Jürgen und war Gewerkschafter. Deshalb auch die knallrote Farbe. Vermute ich. Witzigerweise kannte ich ihn von früher, war er doch bei Gründung meiner Schau-Kelterei 1997 öfter mit Gruppen zu Gast und hat uns supported. Der zweite Besitzer heisst mit Nachnamen auch Krenzer und ist Friseur in Seiferts, meinem Heimatdorf. Und so was ähnliches wie ein Großcousin. Logisch, dass der Drittbesitzer Jürgen Krenzer heissen musste, oder?

Meine süße rote Knutschkugel aka Oldie-Audi TT Cabriolet 1.0 war also für mich etwas Besonderes. Und etwas Besonderes muss wohl spektakulär enden. In meinem Kellerwald-Carport in Forchheim. Ungewollt und zu früh. Abgefackelt. Opfer der E-Auto-Mafia. PASSIERT. Wer meine Vorträge kennt, weiß, dass ich immer eine Packung Passierte Tomaten bei mir habe. Weil: Es ist einfach PASSIERT. Es gibt jetzt auch einen Wein aus Äpfeln, der so heisst. Gehört in jeden Haushalt. Du kannst es nicht mehr ändern. Bleib gelassen. Chill. Ja, sowas können die Speaker von der Bühne immer unters Seminarvolk bringen.. Ich auch. Aber was ist, wenn es dich selbst erwischt? Bist du dann noch gelassen? 

Und dann kommt es zu folgendem goldenem Dialog mit meiner Mitarbeiterin Annka, die oft wegen ihrem Engagement, ihrer Schlagfertigkeit und ihrem gutem Aussehen für meine Tochter gehalten wird:
Annka: „Wird schon alles Cheffe. Trink ein (oder5) Bier beim Neder (sehr urige Brauereiwirtschaft in Forchheim) und dann sieht die Welt schon wieder besser aus 🫶🏻“
Ich: „Aber am nächsten Morgen ist sie doch wieder die Gleiche. Wir können uns doch nicht alles schönsaufen!“

Pause

Ich: „Es sei denn, wir verändern sie. Also die Welt (auf keinen Fall die Brauerei).“
Annka: „Wenn das einer macht und kann, dann du“
Ich: „Danke für dein Vertrauen. Dann fange ich damit mal an.“

Frei nach Gandhi: „Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünscht für diese Welt.“

Wisst ihr, es ist so einfach. Alten Ballast abwerfen. Neu anfangen. Die Welt verändern. Zuerst deine, of course. Ich bin dran.

„Everything we go thru in live is to test to either hit the next level or stay in the same spot.“

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