Magische Momente
„Die einen verbrennen Holz, wir machen Feuer!“ Die Worte meines Freundes, Rhönindianerhäuptling Backender Bär aka Biobauer und Holzofenbrotbäcker Christof gehen mir seit dem vorletzten Event im Juli 2024 nicht mehr aus den Ohren. Das kann man sehr schnell auch auf andere Bereiche übertragen. Da muss ich immer schmunzeln. Nein, ich schreibe hier natürlich nicht über Politik. Aber vielleicht über Persönlichkeitsentwicklung? Der Abschluss bei Christof ist einer von vielen „Magic Moments“, die wir an diesem, meinem Lieblingswochenende im Juli in der Rhön erleben. Das könnte ich jede Woche mit euch machen. Sehr geil.
Die Idee entstand im Jahr 2022. Und damit – wie bei fast jeder guten Idee – eine heftige Diskussion mit viel Kopfschüttel und Gelächter. Worum gehts? Urlaub. Also richtigen Urlaub. Der nicht an der Uhr klebt. Und damit auch nicht an Essenszeiten, Tischreservierungen oder die Zeit fürs „Frischmachen“. Auch fertig machen genannt. Originalzitat von mir dazu: „Die meisten Leute gehen morgens ins Bad und machen sich fertig.“ Okay, versteht auch nicht jeder. Ich schon 🙂 Jetzt wieder zurück zum Text:
Mit Gästen wandern – aber nur die landschaftlich atemberaubenden Strecken. Wanderautobahnen bewältigen wir mit unserem Oldtimer-VW-Bus. Die Fahrt mit Imme und mir als Beifahrer (ich darf zum Schluß nicht mehr fahren wegen den Rhöner Bullen, denn wir haben hier viel Landwirtschaft und nicht nur Bio-Kontrollen) ist auch ein magischer Moment. Und sehr lustig. Warum? Fahrt einfach mit!
Natürlich gibt es einen Plan. Aber die Zeit spielt keine Rolle. Jeder läuft sein Tempo, irgendwann sind wir da. Und dann wird aus dem Guckaisee leckeres thailändisches Essen gezaubert. Aber vorher wird tierisch über Schafstein und Pferdskopf gewandert. Und nur beim Abstieg geschwitzt. Und na klar, die Wasserkuppe wird erklommen. Aber nicht über die Touri-Route. Wir sind ja schließlich nicht auf dem Mount Everest. Irgendwann, ja irgendwann (ist ja auch völlig wurscht wann) rollen wir beim Häuptling Backender Bär ein. Und werden schon wieder verwöhnt. Mit Wurscht. Und mit Rhöner Feinkost vom Bio-Bauernhof. Die ohne den Protagonisten Christof nur halb so gut schmecken würde. Nein, stimmt natürlich nicht. Aber gefühlt ist es so, Essen hat Geschichte und braucht Geschichten. Heim (also zurück ins Hotel) will irgendwie dann so schnell keiner. Das war dann auch die Grundsatz-Diskussion in der (k)rew, dass sich die Gäste ja noch frischmachen wollen und bestimmt auch noch zu Abend essen wollen. Dann ist aber die Küche zu, weil die Köche @home. „Na und?“ sage ich, „Dann kochen wir eben selbst!“ Dann kommt der nächste Kreativitäts-Konter: „Und wer putzt danach die Küche?“ Ich: „Die Gäste natürlich!“ Gelächter. Und tasächlich haben bei der Pilotveranstaltung vor 4 Jahren die Gäste mit viel Spaß die Küche geputzt. Und ich Mousse au Chocolat mit Apfelsherry gegessen. Es gibt eben nichts besseres, als einen Plan, der aufgeht.
Bei der letzten Veranstaltung haben wir gemeinsam Salted Karamell-Eis gemacht. Und erst gar nicht angerichtet. Sondern direkt aus der Eisschüssel am legendärem Stammtisch vernichtet (reimt sich sogar). Das war auch ziemlich „magic“. So geht Urlaub. Am Samstag, 11. Juli 2026 ist es wieder soweit. Was wir da wohl alles machen? Hach, habe ich Ideen…
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